Unternehmensberatung im Franchise-Glossar

 

Was ist eine Unternehmensberatung?

Training & Schulung: Franchise-Angebote Und Andere Geschäftsideen

Im Rahmen einer Unternehmensberatung kommen unabhängige, externe Berater von außen in ein Unternehmen, um eine betriebswirtschaftliche Problemstellung zu bearbeiten. Bei dem Kundenunternehmen, was nach Rat sucht, handelt es sich traditionellerweise meist um eine privatwirtschaftliche Organisation, wobei auch Institutionen des öffentlichen Sektors oder Non-Profit-Organisationen verstärkt Beratungsleistungen nachfragen. Die Berater, die auch als Consultants oder Coaches bezeichnet werden, bieten im Rahmen ihrer Beratungsleistung ihre Unterstützung sowie ihre Expertise im kaufmännischen, technischen oder personellen Bereich an. Das Kundenunternehmen erhält somit Unterstützung in einem Bereich, der außerhalb der eigenen Kernkompetenzen liegt.

Was machen Unternehmensberatungen?

Unternehmensberatungen stehen ihren Kunden bei der Bewältigung einer unternehmerischen Herausforderung zur Seite. Aus diesem Grund werden sie meist projekt-basiert im Kundenunternehmen eingesetzt, um vor Ort die Probleme ihrer Kunden zu lösen. Dabei bringen Consultants zusätzliche Ressourcen, fehlendes Know-How und eine objektive Sichtweise auf die vorherrschenden Probleme in das Kundenunternehmen.

Welche Arten von Unternehmensberatung gibt es?

Die Unternehmensberatung hat sich in unterschiedlichen Bereichen etabliert: Richtet sich die Beratung an das Management, ist von einem Management Consulting oder aber der Managementberatung die Rede, was sich grob in fünf Kategorien einteilen lässt:

  • Zum einen gibt es die Strategieberatung, wo es primär um die Geschäftsmodellentwicklung, Wachstums- oder Wettbewerbsstrategien sowie Marktstrategien geht. 
  • Zum anderen gibt es auch die sogenannte Organisationsberatung, wo die Organisation auf dem Prüfstand steht, so dass es hier in der Regel zu Restrukturierungen kommt.
  • Die Prozessberatung legt einen Schwerpunkt auf die einzelnen Prozesse und zielt darauf ab, diese zu optimieren oder aber effizienter zu managen.
  • Eine weitere Sparte stellt die Führung dar: Sollten neue Managementmodelle implementiert werden? Wird das Unternehmen aktuell optimal gesteuert und geführt? 
  • Und letztlich: Die funktionale Unternehmensberatung entlang der Wertschöpfungskette, sprich von der Supply Chain, den Einkauf, die Produktion, den Vertrieb und das Marketing sowie die Logistik bis hin zu den Finanzen.


Andere wichtige Bereiche der Unternehmensberatung stellen die Personal- beziehungsweise HR-Beratung, wo Unternehmen beim Recruitment unterstützt werden, sowie die Personalentwicklung dar, wo es um die Weiterbildung des Personals oder Team-Trainings geht. Auch die Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung fallen in den Bereich der Unternehmensberatung. Darüber hinaus sind vor allem heutzutage auch Beratungen im Bereich der Informationstechnologie beziehungsweise technischer Dienstleistungen gefragt. Jedoch zählen all diese Beratungsdienstleistungen nicht zu den klassischen Themen von Management- und Unternehmensberatungen. Es kam vielmehr im Zuge von geänderten Bedürfnissen der Beratungskunden dazu, dass der Anteil der klassischen Strategieberatung abgenommen hat, während die Beratungen mit anderen Services in neue Wachstumsfelder vorgedrungen sind.

Wie hat sich die Unternehmensberatung geschichtlich entwickelt?

Die ersten Managementberatungen wurden in den USA des 19. Jahrhunderts angeboten. Und zwar führte die Industrialisierung dazu, dass aufgrund von der Arbeitsteilung Managementmodelle und Führungsansätze nachgefragt wurden. Die erste Unternehmensberatung, Arthur D. Little, wurde im Jahre 1886 gegründet. Durch die Weltwirtschaftskrise wurde die Nachfrage nach Unternehmensberatungen vor allem in den Vereinigten Staaten beschleunigt, da verstärkt Restrukturierungs- und Sanierungsprogramm in Anspruch genommen wurden.

Die größten Unternehmensberatungen blicken auf eine lange Geschichte zurück:

Bereits im Jahre 1926 wurde der Vorreiter und Erfinder der Managementberatung mit dem Namen McKinsey gegründet. Eine Aufspaltung in 1939 führte zur Gründung einer anderen bekannten Beratungsggröße: A.T. Kearney & Company. 1963 kam ein weiterer Player auf die Bildfläche: Die Boston Consulting Group, die ebenfalls heute zu den führenden Marken der Management- und Strategieberatung gehört.

Bevor sich europäische Marken hierzulande gründen konnten, drangen zunächst die US-amerikanischen Unternehmensberatungen auf den Markt. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts etablierten sich die ersten europäischen Marken, hier ist vor allem die Gründung von Roland Berger im Jahre 1967 zu nennen, bei der es sich um eine namhafte Strategie- und Managementberatung handelt.

Wie steht es um die Unternehmensberatung in Deutschland?

Zu den wohl bekanntesten Beratungsmarken in der DACH-Region zählen McKinsey, The Boston Consulting Group, Price Waterhouse Coopers, KMPG, Simon Kucher, Deloitte, Ernst & Young, Roland Berger, Bain & Company sowie Accenture. Deutschlandweit gibt es mehr als 15.000 Unternehmensberatungen, die insgesamt mehr als 100.000 Consultants beschäftigen.

Welchen Beitrag leisten Consultants?

Handelt es sich um eine gute Unternehmensberatung, dann sieht sich der Consultant als wertvoller Sparringpartner für das Management seines Kundenunternehmens. Hierzu kann er idealerweise seine Expertise aus anderen Projekten inklusive zahlreicher Best-Practices in seine Arbeit einfließen lassen. Gemeinsam mit dem Kunden macht der Berater das Unternehmen zukunftsfähig, da er von außen objektiv auf die Funktionsweise des Unternehmens blicken kann. Darüber hinaus profitiert das Kundenunternehmen davon, dass Berater eine wertvolle Bereicherung für ein zeitlich befristetes Projekt darstellen, denn oft reichen die unternehmenseigenen Kapazitäten hierzu nicht aus!

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Unternehmensberatungen stehen bei den unterschiedlichsten betriebswirtschaftlichen Herausforderungen zur Seite. Inhaltlich kann es sich hierbei um eine Fusion oder Übernahme handeln (Merger & Acquisition), dem Change Management, um Umstrukturierungen im Unternehmen voranzutreiben, der Kostenoptimierung, um die Einführung neuer Technologien oder Methoden, wie beispielsweise dem Lean Management, um die Strategieentwicklung oder -umsetzung oder um Finanzierungsthemen.

Wie läuft die Unternehmensberatung ab?

Wenn externe Berater in ein Unternehmen kommen, dann läuft der Beratungsprozess in der Regel nach folgendem Schema ab: Zunächst wird eine Analyse vom Ist-Zustand gemacht und daraufhin wird ein Soll-Zustand als gewünschtes Ziel formuliert. Um dieses Ziel zu erreichen, wird ein Konzept entwickelt und der dazu notwendige Beratungsaufwand kalkuliert. Letztlich sollte es möglich sein, die Umsetzung der Maßnahmen überprüfen und messen zu können.

Wie wird man Unternehmensberater?

Wer in einer Unternehmensberatung als Consultant tätig werden möchte, der verfügt über ein abgeschlossenes Studium, was meist wirtschaftlich oder rechtlich orientiert ist. Viele Absolventen können daher Abschlüsse in der Volks- oder Betriebswirtschaftslehre, Jura, der Wirtschaftsmathematik, dem Wirtschaftsingenieurwesen oder aber der Wirtschaftsinformatik vorweisen.

Als Unternehmensberater sollte man in der Lage sein, sehr rational und analytisch zu denken, um so Konzepte entwickeln und Verbesserungspotentiale identifizieren zu können, um den Umsatz erhöhen oder den Betrieb optimieren zu können. Unternehmensberater sind daher in thematisch sehr spezifischen Bereichen zuständig und müssen sich aufgrund der stets wechselnden Projekte ständig schnell und kompetent in neue Aufgaben einarbeiten.

Wie viel verdient man als Unternehmensberater?

Das Gehalt in der Unternehmensberatung kann stark variieren: Hier ist immer ausschlaggebend, wie groß die Unternehmensberatung ist, in welcher Region man tätig ist und wie viel Berufserfahrung man vorweisen kann. So zahlen die top-Unternehmensberatungen höhere Einstiegsgehälter als mittelständische Beratungen. Berufseinsteiger können meist mit knapp 50.000 Euro brutto Jahresgehalt rechnen, Seniorberater liegen zwischen 66.000 und über 90.000 Euro jährlich.

Einstieg in die Unternehmensberatung mit Franchising

Eine weitere Möglichkeit, um in die Beratungswelt einzusteigen, ist die Gründung mit einem Consulting Franchise. Denn selbstverständlich ist das Franchising auch in dieser attraktiven Sparte vertreten. Und zwar gibt es hier eine große Bandbreite an Unternehmensberatungen, so dass jeder Gründungswillige, der als Consultant tätig sein möchte, fündig wird. Die zahlreichen Franchisemarken decken die Bereiche Marketing, Business Coaching, Fusionen und Unternehmensvermittlungen, Personal, Kostenoptimierung, die Vermittlung von Bankdienstleistungen, professionelles Verkaufstraining und IT-Lösungen an. Wagen Sie den Einstieg in das Beraterleben!

 

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