Interview mit Olga Mathius und Philippe de Selliers von Leonidas

Olga Mathius & Philippe de Selliers
Confiserie Leonidas Olga Mathius & Philippe de Selliers

Sales Managerin & Geschäftsführer

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03.10.2018 11:30 | Lebensmittel & Bio

Franchise Expo Leonidas Franchise Interview

Im Exklusiv-Interview auf der Franchise Expo in Frankfurt: Olga Mathius (Sales Manager) & Philippe de Selliers (Geschäftsführer)

1. Können Sie uns ein paar Fakten zum geschichtlichen Hintergrund sowie zur bisherigen Entwicklung des Unternehmens nennen?

Leonidas ist ein Familienunternehmen und wurde im Jahr 1913 gegründet. Der erste Laden wurde nach dem ersten Weltkrieg in Gent (Belgien) eröffnet. Heute ist Leonidas in mehr als 40 Ländern ansässig - an über 1.300 Standorten. Davon ist die Confiserie mit 62 Standorten in Deutschland vertreten. Seit 1981 arbeitet Leonidas mit lokalen Partnern und Wiederverkäufern in Deutschland zusammen.

2. Warum sollte sich ein potenzieller Partner für Leonidas entscheiden? Was bietet Leonidas den Partnern?

Grundsätzlich arbeitet Leonidas gemäß dem Motto „Freude für alle!“. Der Geschäftsführer Philippe de Selliers betont, dass Schokolade Freude bedeutet und Leonidas diese Freude mit den feinen Pralinen verbreiten will. Konsumenten sollen von der Großartigkeit der Leonidas Philosophie überzeugt werden. Für Franchisenehmer bedeutet die Entscheidung ein Leonidas Franchise zu eröffnen mit einem modernen Ladenkonzept ein eigenes Business führen zu können. Sie sind also eigenständige Unternehmer und genießen bezüglich der Ladengestaltung große Freiheiten. Auch die Einstellung des Ladenpersonals ist Aufgabe der Franchisenehmer. Fachkenntnisse der Confiserie werden gerne und stetig übermittelt, sodass Partner über bestmögliches Know-how verfügen und sich vollständig mit der Leonidas Philosophie identifizieren können. Des Weiteren lässt sich eine nicht anfallende Franchise- und Werbegebühr als Pluspunkt für potenzielle Partner identifizieren. Grundsätzlich lässt sich eine Ladeneröffnung in Deutschland als sehr vielversprechend bewerten. Die bisher 62 aktiven Standorte in Deutschland bieten Franchisenehmern die Möglichkeit die Marke Leonidas in der Bundesrepublik an weiteren Standorten zu verbreiten. Das Ziel des Geschäftsführers Philippe de Selliers ist es, die Marke Leonidas an mehr als 500 Standorten in Deutschland künftig vertreten zu können. Gerade in den Metropolen Berlin und Hamburg ist eine Expansion erwünscht. Bisher findet man die größte Dichte der Leonidas-Shops in Nordrhein-Westfalen und im Saarland.

3. Wie steht es um die Partnerbetreuung im Alltag? Über welche Kanäle ist Leonidas für Partner erreichbar?

Generell lässt sich die Partnerbetreuung als „Rundum-Sorglos-Paket“ bezeichnen. Frau Mathius, als Ansprechpartnerin für Franchisenehmer in Deutschland, ist stets über Telefon und Email erreichbar, um aufkommende Fragen der Partner zu beantworten. Auf einen stetigen Austausch wird bei Leonidas besonderen Wert gelegt, um den guten Austausch zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber zu garantieren. Überdies besucht Frau Mathius die Partner regelmäßig in den jeweiligen Leonidas-Shops. Der ständige Kontakt und die damit einhergehende Sicherheit sind dem Franchisenehmer somit kontinuierlich gegeben.

4. Welche Schritte muss ein potenzieller Franchisenehmer im Rekrutierungsprozess durchlaufen?

Grundsätzlich gilt es ein paar wenige Etappen zu durchlaufen. Nachdem ein potenzieller Kandidat auf Leonidas aufmerksam geworden ist und ein großes Interesse an einer Ladeneröffnung entwickelt hat, folgt der erste Schritt: die Kontaktaufnahme mit Frau Mathius per Mail. Daraufhin findet des Weiteren ein erstes Telefonat mit Frau Mathius statt. In diesem werden Erwartungen, Interessen und Ideen eruiert. Grundsätzlich werden dem potenziellen Franchisenehmer im Rahmen des Erstgespräches die Philosophie von Leonidas sowie das Laden-Konzept bekannt gemacht. Wenn die Interessen und Vorstellungen der beiden Parteien eine Einigung finden, kommt es zum Ausfüllen des Bewerbungsformulars. Zudem besteht die Möglichkeit sich vor Ort einen ersten Eindruck eines bestehenden Leonidas-Shops zu verschaffen. In einem nächsten Schritt wird der künftige Partner an den zuständigen Wiederverkäufer der gewünschten Region weitergeleitet. Mit diesem wird nun alles rund um Finanzierung besprochen. Die Wiederverkäufer beliefern die Franchisenehmer vor Ort und sind grundsätzlich für die Betreuung der Franchisenehmer an den jeweiligen Standorten zuständig. Sie verfügen über einen eigenen Standort und sind überdies für die Expansion von Leonidas in Deutschland zuständig, da die Wiederverkäufer als Repräsentanten fungieren und somit die Vertretung auf dem deutschen Markt darstellen. Schlussendlich wird ein persönliches Treffen vereinbart um den Deal zu vervollständigen.

5. Was macht einen erfolgreichen Franchisenehmer bei Leonidas aus?

„Mit Liebe hinter der Marke stehen“ – so lautet das Erfolgskonzept nach Frau Mathius. Grundsätzlich gilt es mit viel Leidenschaft und Herzblut die Marke Leonidas dem Kunden bekannt zu machen. Das Ziel ist es also Menschen glücklich zu machen und mit Begeisterung die feinen Leckereien an den Konsumenten zu bringen. Dies lässt sich auch, laut Frau Mathius, als Garant für den persönlichen Erfolg bei Leonidas bestimmen.

6. Wie plant Leonidas neue Standorte?

Zu Beginn setzte Leonidas auf Standorte mit mindestens 100.000 Einwohnern. Man hatte die Auffassung, je größer der Standort, desto mehr Pralinen werden verkauft. Allerdings stellte sich dies als Irrtum dar. Leonidas eröffnet mittlerweile Shops in kleinen und mittelgroßen Städten ab 40.000 Einwohnern und kann von gut funktionierenden Geschäften und einer starken Kaufkraft berichten. Auch hier betont Frau Mathius noch einmal die Wichtigkeit des Franchisenehmers. Es geht nicht darum wie groß der jeweilige Standort ist. Viel wichtiger ist es, dass die Franchisenehmer mit Herzblut und Leidenschaft die Shops betreiben und die Kunden glücklich machen.

7. Wie sieht es mit der aktuellen internationalen Expansion aus und wie sieht es zukünftig aus?

Derzeit lassen sich weltweit über 1.400 Standorte in 40 Ländern nennen. Leonidas setzt allerdings den Fokus auf Belgien, Frankreich, Deutschland und die Niederlande. Eine internationale Expansion hat also bereits stattgefunden. Zukünftig steht keine weitere Expansion in einem konkreten Land oder auf einem bestimmten Kontinent aus. Der Fokus auf die Prioritätenländer ist klar gesetzt.

8. Warum entwickelt sich Leonidas als Franchise-Unternehmen und nicht als Filialsystem?

Während der Kriegszeit eröffnete der Gründer Leonidas Kestekides die erste Filiale mit der Vision Menschen mit Schokolade glücklich zu machen. Die Leckerei war derzeit allerdings sehr teuer. Mit einer ersten Ladeneröffnung in Gent (Belgien) gelang es dem Leonidas Kestekides Pralinen zu einem erschwinglichen Preis an den Kunden zu bringen. Durch die rapide Entwicklung und der stetigen Kaufkraft hat sich Leonidas bis dato als erfolgversprechendes Franchisesystem etabliert. Neben Filialen in Belgien, Frankreich und Großbritannien wird die Marke Leonidas überwiegend über Franchisenehmer vermarktet. Grundsätzlich stellt Frau Mathius jedoch fest, dass sich die Rekrutierung und Betreuung des Personals im Filialsystem deutlich schwieriger darstellt.

9. Wie steht es um die Tätigkeit im Unternehmen und die Motivation für Leonidas weiter zu arbeiten?

Frau Mathius selbst ist bereits das sechste Jahr für das Unternehmen Leonidas tätig. Sie lebt seit 16 Jahren in Belgien und arbeitet seit mehr als 10 Jahren in der Süßwaren Branche. Frau Mathius ist von dem Marktpotenzial in Deutschland und der Marke Leonidas überzeugt. Das Ziel 500 Standorte in der Bundesrepublik zu erreichen, motiviert sie tagtäglich. Generell berichtet Frau Mathius außerdem von der durchweg positiven Wertschätzung der Kunden, welche sie motiviert die Marke Leonidas immer weiter nach vorne zu bringen.

10. Eine besonders positive und eine negative Erfahrung als Franchisegeber?

Grundsätzlich berichtet Frau Mathius ausschließlich von positiven Erfahrungen im Kontakt mit Kunden und Partnern. Auch schwierige Situationen können schnell behoben und ins Positive umgewandelt werden. Frau Mathius berichtet von einer vergangenen, aber ausgesprochenen Unzufriedenheit unter den Franchisepartnern. Durch die Erfassung der Belange der Franchisepartner und der daraus entstandenen Anpassung der Systeme, ist es Frau Mathius gelungen die Partner zurückzugewinnen, um diese wieder in den Bann der Leonidas Philosophie zu ziehen. Auch die Weitergabe von Franchise-Shops über Generationen hinweg untermauern die durchweg positiven Erfahrungen von Frau Mathius.

11. Gibt es konkrete Zielvorgaben für 2019?

Leonidas hat sich das Ziel gesetzt bestehende Geschäfte im Umsatz wachsen zu lassen. Die Eröffnung von weiteren 20 Standorten deutschlandweit sowie der Zugewinn neuer Kandidaten und Wiederverkäufer, lassen sich außerdem als Ziele für das kommende Jahr 2019 festhalten.

12. Was kann man potenziellen Existenzgründern empfehlen, die sich für Franchising interessieren?

Franchising ist eine Herzensangelegenheit. Grundsätzlich ist es wichtig von Anfang an eine klare Vision davon zu haben, wofür das Gründerherz schlägt. Diese Frage ist also vor jedem weiteren Schritt zu klären, um dann mit viel Leidenschaft, Herzblut und Motivation die Philosophie der jeweils gewählten Marke an den Endkunden vermitteln zu können.

© Foto: MFV / Roland Unger

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