Interview mit Regus' Franchise Director Marco Wild

Marco Wild
IWG Marco Wild

Franchise Director Germany

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Veröffentlicht am
  • Hallo Herr Wild! Schön, dass wir heute sprechen können!
    Kurz zu Ihrer Person: Sie sind Franchise Director Germany für Regus Deutschland, ist das richtig?

Ganz genau. Ich bin in meiner Rolle als Franchise Director Germany für die Expansion von Regus Franchise-Standorten in Deutschland zuständig. Wir wachsen aber nicht nur mit Franchisepartnern, sondern genauso sehr auch mit Standorten, die wir selbst betreiben.

  • Wie kann man sich Ihren Aufgabenbereich so vorstellen?

In meiner Rolle bin ich im Wesentlichen dafür verantwortlich, den gesamten Bereich „Franchise“ in Deutschland aufzubauen. Also die entsprechenden Strukturen aufzusetzen, die notwendigen Kooperationspartner beispielsweise im Bereich Finanzierung für uns zu gewinnen und natürlich schwerpunktmäßig jetzt in der ersten Phase der Expansion Franchisepartner für unser Konzept zu begeistern. Auf der Gewinnung von geeigneten Franchisepartnern liegt aktuell mein besonderer Fokus.

  • Was haben Sie gemacht, bevor Sie zu Regus gekommen sind?

Ich leite seit über 15 Jahren die Expansion von Franchisesystemen oder ähnlichen Vertriebsstrukturen. Ich habe dabei im Wesentlichen im Bereich Systemgastronomie und Handel gearbeitet, in den unterschiedlichsten Konstellationen und Unternehmen, sowohl in Deutschland als auch international. Ich mache das Ganze also schon ein paar Tage und es macht mir immer noch sehr viel Spaß.

>> Lesen Sie mehr über die Internationalisierung der Franchisewirtschaft: Strategien im Überblick

  • Regus bietet flexible Bürolösungen und Coworkingspaces an – was genau macht Regus so einzigartig für die Endkunden, die ja sowohl kleinere, aber auch große Unternehmen sind?

Genau. Also Regus gibt es jetzt seit über 30 Jahren und ist der Gründer in dieser Branche. Wir sind heute weltweiter Marktführer.

Regus bietet mit fast 3.500 Standorten das weltweit größte Netzwerk von Coworking bis hin zu flexiblen Arbeitsplätzen und Bürolösungen für große Unternehmen und kann dadurch natürlich den Kunden für alle Anforderungsprofile am Ende des Tages ein passendes Produkt und ein entsprechendes Center in allen möglichen Preislagen anbieten. Und dabei sind wir eben trotz dieser internationalen Größe so flexibel, dass wir sowohl immer die Bedürfnisse des kleinen Einzelunternehmers, der vielleicht lokal irgendwo ein Büro für sich sucht, bedienen können, genauso aber auch die Anforderungen von multinationalen Unternehmen, mit denen wir weltweit zusammenarbeiten.

Mit diesem einzigartig großen Netzwerk und gleichzeitiger Flexibilität sind wir für unsere Kunden sehr attraktiv.

  • Wie sehen Sie den Markt für Coworking Spaces und flexible Bürolösungen in den kommenden Jahren und wieso ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um in ein Regus Franchise einzusteigen?

Der Markt für Coworking ist weltweit, und damit auch in Deutschland ein sehr stark wachsender Markt. Das jährliche Marktwachstum liegt bei ca. 30 Prozent. Unterschiedliche Studien über die weitere Marktentwicklung gehen übereinstimmend davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 ungefähr jeder dritte Büroarbeitsplatz in solchen flexiblen Umgebungen befindet. Wir liegen heute im Bundesschnitt bei unter zwei Prozent. Das heißt, es findet ein exponentielles Marktwachstum statt und das bedeutet natürlich auch, dass für einen Franchisepartner eine Investition in eine solche Wachstumsindustrie sehr attraktiv sein kann. Speziell für Deutschland kommt natürlich noch hinzu, dass wir gerade erst zu Beginn der Franchiseexpansion stehen und damit noch sehr viele interessante und attraktive Städte und Regionen für Franchisepartner verfügbar haben. Noch besteht also die Möglichkeit, die besonders attraktiven Regionen zu sichern.

>> Mehr erfahren: Die deutsche Franchisewirtschaft (Infografik)

  • Es gibt ja auch die „Spaces“ Coworkingspaces in Deutschland und international. Welche anderen Marken gehören noch zur IWG-Gruppe bzw. zu Regus und inwiefern profitieren Franchisenehmer davon?

Genau, wir haben unter unserem Konzerndach verschiedene Marken für solche flexiblen Bürokonzepte, die alle ganz unterschiedlich ausgeprägt sind und es uns damit noch besser ermöglichen, den Markt differenzierter zu erschließen – ähnlich wie man das bei Hotel Marken kennt. Regus ist dabei unsere Hauptmarke und wird auch im Rahmen der Franchiseexpansion die Hauptmarke sein und bleiben.

Unsere aktuelle zweitwichtigste Marke ist in der Tat Spaces. Spaces hat einen stärkeren Fokus auf Start-up Unternehmen und Aufbau einer ensprechenden Community, bietet natürlich aber auch feste Büros.. Es ist aber ein Konzept, was wir auf eher größeren Flächen realisieren und damit auch eher in den größeren Städten.

Theoretisch aber ist dieses Konzept genauso auch für Franchise verfügbar, genauso wie No. 18 (hochwertiger, exklusiver Businessclub) und HQ (budgetorientiertes Konzept).

- die Hauptmarke wird in der Expansion ganz klar Regus sein.

  • Das Franchisesystem von Regus wurde ja vor Kurzem erst ins Leben gerufen – wie viele Franchisenehmer sind schon bei Ihnen an Bord?

Wir sind schon seit vielen Jahren Franchisegeber, haben in der Vergangenheit das aber eher in kleineren Märkten gemacht, in denen wir das ganze Land verfranchiset haben. Also Länder wie Angola, Jamaika…

  • … also Masterfranchising?!

Ja, ganz genau. In den größeren Märkten, in denen wir bislang selbst stark gewachsen sind, haben wir erst im Laufe des vergangenen Jahres angefangen, zu verfranchisen.

In Deutschland sind wir im Herbst 2018 mit unserem Franchisekonzept an den Markt getreten.

  • Also bieten Sie seit längerer Zeit Masterfranchising in Angola, Jamaika, etc. an aber die Franchiseverträge in Deutschland gibt es erst seit kurzer Zeit?

Genau! Wir sind jetzt seit ungefähr einem halben Jahr aktiv und konnten schon erhebliche Fortschritte erzielen. Wir haben aktuell Vorverträge für insgesamt 15 Standorte unterzeichnet und haben sehr weit fortgeschrittene Gespräche für ca. 30 weitere Standorte.

Man sieht also: Unser Konzept kommt im Markt schon sehr gut an, deswegen konnten wir auch innerhalb der kurzen Zeit schon ganz gute Expansionserfolge erzielen.

  • Eignet sich ein Regus Franchise auch für Quereinsteiger? Wie sieht das optimale Franchisenehmer Profil aus?

Wir setzen keine Erfahrung in der Führung von Coworking Standorten voraus.

Wir sind dabei aber auch nicht das klassische Existenzgründerfranchising. Wir suchen nicht den Einzelfranchisepartner, der einen Standort führt, sondern wir suchen Franchisepartner, die sowohl organisatorisch als auch finanziell in der Lage sind, immer eine gewisse Region mit mehreren Standorten für uns zu erschließen.

Das Profil von solchen Franchisepartnern sehr vielfältig, die wenigsten kommen direkt aus der Branche.

Wir sprechen mit Unternehmern, die ein Regus Franchise als eine attraktive Investition sehen.Wir sprechen aber auch mit größeren Franchisepartnern anderer Konzepte, die diversifizieren wollen oder etwa mit Eigentümern von Immobilien, die ihrer Immobilie ein solches Coworking Konzept umsetzen wollen.

Natürlich sprechen wir auch mit Existenzgründern; das sind dann aber eher Kandidaten mit einem entsprechenden Werdegang, beispielsweise Manager in Führungspositionen, die also dann auch einen entsprechende Erfahrung in der Führung und im Vertrieb haben und dann auch in der Regel finanziell in der Lage sind, eine Region mit mehreren Standorten zu entwickeln.

  • Wenn man sich den deutschen Markt für flexible Bürolösungen so anschaut, kommt man leicht zur Annahme, dass Regus zweifelsfrei Marktführer ist, mit steigender Tendenz – würden Sie das so bestätigen?

In der Tat sind wir sind in Deutschland und weltweit der unangefochtene Marktführer mit unseren Standorten und wir wollen diese Position natürlich auch weiter ausbauen. Wir haben aktuell ca. 130 Standorte in Deutschland in Betrieb und wir haben 50 weitere Mietverträge bereits unterschrieben. Also unser Wachstum geht auch hier mit eigenen Standorten stark weiter.

Aber klar, ein solch attraktiver Markt und solche Wachstumsraten ziehen natürlich auch Wettbewerber an, besonders in den Metropolen. Allerdings bietet keiner ein Franchisemodell in der Größenordnung und der Professionalität im Markt an.

  • Und auch die anderen Anbieter sind ja dann eher kleinere Coworking Spaces, die dann keine Zusatzleistungen anbieten, so wie eine Geschäftsadresse mit Telefonnummer und so weiter - Das bietet Regus doch auch an, oder?

Genau, wir bieten natürlich neben der reinen Vermietung auch sehr viele Serviceleistungen an. Das fängt an bei den virtuellen Geschäftsadressendressen über Postbearbeitung und Telefonannahme, bis hin zur Vermietung von Konferenzräumen, Catering und was immer sonst mit der Bürodienstleistung zusammenhängt.

Natürlich werden solche Dienstleistungen zumindest zum Teil auch von Wettbewerbern angeboten, da sind wir nicht die Einzigen. In der Gesamtbetrachtung ist unser Angebot aber einzigartig - aber wir ruhen uns da nicht auf unserer Marktführerposition aus, sondern bauen unser Netzwerk und unsere Dienstleistungen immer weiter aus.

  • Wie würden Sie die Corporate Culture bei Regus, insbesondere im Hinblick auf das Franchising beschreiben?

Wir sind ein weltweites Unternehmen, mit natürlich auch teilweise zentralen Strukturen, die einfach notwendig sind, um ein solches Unternehmen effizient zu führen. Wir sind aber gleichzeitig auf der lokalen Ebene sehr unternehmerisch und sozusagen schon fast wie ein Start-up betrieben.

Ein Franchisepartner kommt in eine sehr unternehmerisch geprägte und vertriebsorientierte Kultur. Wir bleiben nicht stehen, sondern wachsen und entwickeln uns weiter. Dies prägt auch die gesamte Kultur bei uns im Unternehmen. Innerhalb der natürlich dafür notwendigen Grenzen existiert ein großes Maß an unternehmerischer Freiheit. Für uns als Mitarbeiter, aber genauso auch für den Franchisepartner, der vor Ort seine Standorte erfolgreich führt.

  • Eine letzte Frage zum Onbardingprozess neuer Franchisepartner bei Regus – wie kann man sich das Ganze vorstellen?

Es ist natürlich sehr wichtig, dass ein Franchisepartner bestmöglich auf die unternehmerische Tätigkeit vorbereitet wird. Konkret heißt das zunächst einmal eine sehr umfangreiche Unterstützung, wenn es darum geht, einen eigenen Standort zu finden und den Mietvertrag zu verhandeln. Danach erfolgt die enge Begleitung im Bereich der Ausbauplanung, Bau, Ausstattung, etc. Und dann natürlich das Thema Ausbildung/Schulung, sowohl des Franchisepartners als auch seiner Mitarbeiter. All das ist Teil unseres Franchisepaketes, um unseren Franchisepartner bestmöglich in die Öffnung seines Centers zu führen und ihn dann fortlaufend dabei zu begleiten und zu beraten, sein Center optimal zu vermarkten.

  • Vielen Dank für das Gespräch, Herr Wild!

Gerne!

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