Starbucks-Barista ab 60 Jahren: In Mexiko beschäftigt ein Standort nur Senioren

Starbucks Franchise
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Wenn Starbucks etwas anpackt, dann mit viel Herzblut. Das gilt in erster Linie natürlich für den Kaffee, der inzwischen weltweit beliebt ist.

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In Mexiko-Stadt hatten die Verantwortlichen eines Starbucks-Shops eine besondere Idee: Im Geschäft der Kaffeehauskette sollten nur Senioren hinter der Theke arbeiten. Die Idee wurde zum Erfolg, denn schon bald soll ein weiteres Café entstehen. Das Starbucks-Franchise wird gerne mit jungen Baristas in Verbindung gebracht, die täglich Millionen von Besuchern weltweit bedienen. Berühmt ist die Kette, die in den frühen 70er Jahren gegründet wurde, auch für seine große Auswahl an trendigen Kaffees, Frappuccinos, Tees und mehr: 50 verschiedene Drinks können Gäste in dem von Senioren betriebenen Starbucks in Mexiko-Stadt bestellen. Doch in diesem Store läuft alles ein bisschen anders: Hier sind die Baristas mindestens 60 Jahre alt.

Ein Einkommen im Alter

Die Atmosphäre ist spürbar anders, wenn man den Shop betritt und herzlich von Marta Rodríguez oder einem ihrer Kollegen begrüßt wird. Familiärer und vertrauter fühlt sich der Besuch an. Aber es geht nicht nur um den erfolgreichen Umsatz, sondern auch um die Situation vieler Senioren in Mexiko. Sie erhalten oft keine Rente und müssen bis ins hohe Alter im Arbeitsleben stehen. Miguel Martínez, der hinter der Theke die Kaffeespezialitäten zubereitet, war früher Übersetzer englischer Literatur. Doch im Alter muss er sich um ein weiteres Einkommen bemühen. Für viele seiner Kollegen ist die Arbeit bei Starbucks lebensnotwendig und bietet einen relativ guten Verdienst, der, Berichten zufolge, das landesweite Mindesteinkommen übersteigen kann.

Weitere Shops in Lateinamerika geplant

Der Shop in Mexiko-Stadt ist ein Pilotprojekt, das für Lateinamerika entwickelt wurde. Zusammen mit der mexikanischen Bundesbehörde für Senioren setzt sich Starbucks dafür ein, dass Menschen ab einem gewissen Alter Arbeitsmöglichkeiten beim Unternehmen erhalten. Ob das Konzept erfolgreich sein würde, war zunächst unklar, doch nun soll bereits ein weiteres Kaffeehaus in Guadalajara eröffnen. Viele Arbeitnehmer profitieren dabei nicht nur vom Einkommen: Miguel Martínez freut sich z. B. auch, mehr unter Menschen zu sein. Sein Kollege stimmt zu und erklärt, dass es für ihn persönlich schön ist, eine Aufgabe zu haben.

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